Auch Wechselkursverlust

Erleidet der Anleger ein Währungsverlust, so liegt dies daran, dass er mit seinem Investment einem Wechselkursrisiko ausgesetzt war. Das Währungsrisiko besteht dann, wenn ausländische Aktien an einer deutschen Börse in der Währung Euro gekauft werden. Die in Deutschland in Euro angegebenen Aktienkurse sind lediglich die in der entsprechenden Fremdwährung quotierten Kurse der ausländischen Heimatbörse geteilt durch den aktuellen Wechselkurs. Ändert sich der Wechselkurs, so steigt oder fällt der Aktienpreis in Deutschland, auch dann, wenn sich der Aktienkurs an der Heimatbörse nicht ändert.

Währungsverlust bei Aktien

Kauft der Anleger nun Aktien eines US-amerikanischen Unternehmens in Deutschland, so erleidet er einen Währungsverlust, wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro abwertet, da nun der Wert der Aktie in USD umgerechnet einen niedrigeren Wert in Euro entspricht. Kauft der Anleger in Deutschland eine Aktie eines US-amerikanischen Unternehmens zu einem Kurs von 1000 Euro je Aktie und einem Wechselkurs von EUR/USD 1,00, so entspricht der Wert der Aktie in den USA 1000 USD. Wertet nun der USD bis beispielsweise EUR/USD 1,093 (entspricht USD/EUR 0,915) ab und liegt der Kurs der Aktie in den USA immer noch bei 1000 USD, so erleidet der Anleger einen Währungsverlust, wenn er die Aktien nun verkaufen würde. Der Kurs der Aktie hat ich in den USA nicht geändert, in Deutschland notiert die Aktie nun jedoch aufgrund der Abwertung des USD bei 915 Euro.

Währungsverlust bei Anleihen

Bei einer Fremdwährungsanleihe erleidet der Investor dann einen Währungsverlust, wenn die Währung, in der die Anleihe notiert, gegenüber der heimischen Währung abwertet. Über zwischenzeitlich erhaltene Kuponzahlungen kann der Währungsverlust allerdings wieder ausgeglichen werden. Eine Fremdwährungsanleihe notiert immer in einer aus der Sicht des Anlegers fremden Währung, somit ist er auch hier einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Mit dem Kauf einer Fremdwährungsanleihe wird dieses Risiko jedoch bewusst eingegangen in der Hoffnung auf mögliche Währungsgewinne. Wie weit die Fremdwährung gegenüber der heimischen Währung an Wert verlieren darf, bis die höheren Kuponzahlungen durch die Abwertung der Fremdwährung eliminiert sind, gibt der Breakeven-Wechselkurs an.