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Der Stillhalter ist der Verkäufer einer Option. Er erhält den Optionspreis, welcher als Prämie angesehen werden kann. Dafür räumt er dem Käufer der Option jedoch das Wahlrecht ein, die Option auszuüben oder nicht auszuüben.
Der Verkäufer einer Call-Option ist Stillhalter des vereinbarten Basiswertes (Wertpapiere, Devisen, Rohstoffe) und muss bei einer Ausübung der Option den Basiswert in vereinbarter Menge liefern.
Der Verkäufer einer Put-Option ist Stillhalter in Geld, da er dem Käufer der Option den vereinbarten Basiswert abkaufen muss, falls der Käufer die Option ausüben sollte.
Bei Optionsscheinen kann nur der Emittent als Stillhalter auftreten. Dies ist dann eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut. Bei Optionen können neben Banken bzw. Finanzinstituten auch Privatanleger als Stillhalter auftreten. Der Stillhalter einer Call Option (also der Verkäufer einer Call Option) jedoch immer ein unbegrenztes Verlustpotenzial, jedoch nur ein begrenztes Gewinnpotenzial. Das Gewinnpotenzial ist auf die Optionsprämie beschränkt, da der Kurs des Basiswertes jedoch theoretisch unendlich ansteigen kann, ist somit auch sein Verlustrisiko unbegrenzt.
Handelt es sich um eine amerikanische Option, muss der Stillhalter jederzeit mit der Ausübung der Option durch den Käufer rechnen. Eine europäische Option wird hingegen immer erst am Ende der Laufzeit abgerechnet.
Die tatsächliche Ausübung einer Option, bei der der Basiswert auch geliefert wird, ist jedoch eher unüblich. In der Regel wird nur die Differenz zwischen Basispreis und aktuellem Marktwert des Basiswertes ausgezahlt (Barausgleich). Dieser Betrag wird als Innerer Wert einer Option bezeichnet.