Auch Glattstellung

Short-Covering bezeichnet das Glattstellen einer Short-Position. Dazu muss ein Kauf von Wertpapieren stattfinden, um eine noch offene Position zu schließen.
Eine Short-Position besteht, wenn ein Trader glaubt, dass der Preis einer Aktie fallen wird. Daraufhin leiht er sich die Aktien, verkauft diese anschließend sofort weiter und hofft, dass er die Aktien später zu einem günstigeren Preis zurückkaufen kann und dadurch einen Gewinn erzielen kann. Dieser Prozess wird Leerverkauf genannt. Short-Covering ist dabei der Abschnitt, wo der Trader die Aktien zurückkauft, um die noch offene Short-Position zu schließen.
Marktteilnehmer A besitzt eine Short-Position und hat sich dafür bei Marktteilnehmer B Aktien geliehen, welche er sofort wieder an Marktteilnehmer C verkauft hat. Diese muss er jedoch nach einer gewissen Zeit an Marktteilnehmer B zurückgeben. Um die Aktien zurückgeben zu können, muss er die Aktien selbst noch am Markt von Marktteilnehmer D kaufen. Nachdem er die Aktien gekauft hat, kann er die Aktien an Marktteilnehmer B zurückgeben. Dieser Vorgang wird Short-Covering genannt.

Der Short-Covering-Prozess kommt darüber hinaus auch beim Handel mit Futures und Optionen vor. Der Vorgang ist dabei gleich. Um sich von den Lieferverpflichtungen zu befreien, welche noch beim Käufer von Futures auf einen bestimmten Rohstoff liegen, schließt er diese Position, indem er genau dieselbe Menge an Futures mit gleicher Ausstattungsmerkmalen verkauft. ‘Verkauft’ bedeutet in diesem Fall, dass eine Short-Position gekauft wird. Die beiden Kontrakte heben sich nun auf und das Geschäft ist glattgestellt.