Die Sachinvestitionsquote soll Auskunft über die finanzielle Stabilität eines Unternehmens geben. Die Kennzahl gibt das Verhältnis von Investitionen in Sachanlagen zu operativen Cashflow an.

Berechnung:

sachinvestitionsquote2

Liegt die Kennzahl über 100 %, so ist die Summe der Sachinvestitionen höher als die Summe des operativen Cashflows, es wurde somit mehr in Sachanlagen investiert als an Geldmitteln aus dem operativen Geschäft zugeflossen ist. Langfristig führen Sachinvestitionsquoten von über 100 % zu einer finanziellen Instabilität, das Unternehmen muss sich mehr und mehr verschulden, da jedes Jahr neue Kredite aufgenommen werden müssen, um das operative Geschäft fortzuführen. Liegt die Kennzahl jedoch unter 100 %, so sind die Sachinvestitionen durch den operativen Cashflow gedeckt.
Wurden die Sachinvestitionen des jeweiligen Unternehmens nicht vernachlässigt, sagt eine geringe Sachinvestitionsquote über mehrere Jahre aus, dass das Unternehmen die Geschäftstätigkeiten mit wenig Kapital führen kann, es also über ein weniger kapitalintensives Geschäftskonzept verfügt. Ebenso kann eine geringere Quote auf die äußerst gute Marktstellung des Unternehmens hinweisen.