Repo Rate

engl. Repurchase Rate

Die repo rate ist der Zinssatz, zu dem sich eine Bank bei der heimischen Zentralbank für eine Dauer von nicht mehr als einem Jahr Geld leihen kann. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere (Anleihen) als Sicherheiten bei der Zentralbank, um anschließend einen Kredit zu erhalten. Die Repo Rate ist dabei der Zinssatz, der für diesen Kredit mit einer gebundenen Rückkaufvereinbarung beider Seiten zu bezahlen ist. Allgemein bewegt sich die repo rate stets in Höhe des Leitzinses des jeweiligen Landes / Währungsraumes. Der Sinn eines solchen Kreditgeschäfts für die Zentralbank besteht unter anderem darin, Inflation und Deflation zu steuern. In deflationären Tendenzen wird die Repo Rate gesenkt, wohingegen sie in inflationären Tendenzen angehoben wird. Für die Bank hingegen ist das Geschäft ein Mittel, um sich kurzfristig günstig Geld zu besorgen. Die Repo Rate ist der Zinssatz für ein Wertpapierpensionsgeschäft und liegt in der Regel unter dem vergleichbaren (unbesicherten) Geldmarktzins, da diese Geschäfte durch die zu hinterlegenden Wertpapiere besichert sind. Die Repo Rate hängt jedoch auch von der Qualität der Anleihe ab. Je höher die Liquidität und Sicherheit der Anleihe sowie des entsprechenden Emittenten, desto niedriger wird die Repo Rate sein. Bei der Buy/Sell Back-Variante eines Pensionsgeschäftes ist es die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs der Wertpapiere, die den Zinssatz (Repo Rate) für den Kredit bestimmt. Bei dem klassischen Repo Geschäft werden die Zinsen separat bezahlt.