Kupon

Auch Coupon

Der Begriff Kupon bezeichnet die Nominalverzinsung einer Anleihe und entspricht dem jährlichen Zinsertrag.
Ist eine Anleihe mit einem Kupon in Höhe von 4 Prozent ausgestattet, werden zum Zinstermin zeitanteilig 4 Prozent des Nominalwertes an Zinsen gezahlt. Der Kupon muss für den Anleger jedoch nicht dem Effektivzins entsprechen. Wird die Anleihe über dem Nominalwert (100 %) gekauft, so liegt der Kupon über dem Effektivzins. Wird die Anleihe hingegen unter dem Nominalwert gekauft, so liegt der Kupon unter dem Effektivzins. Der Effektivzins setzt sich zusammen aus Zinseinnahmen und Kursgewinnen bzw. -verlusten und entspricht dem tatsächlich jährlichen Ertrag, den ein Anleger mit einer Anleihe erzielt.
Zeitanteilig bedeutet in diesem Falle, dass es davon abhängig ist, seit wann die Anleihe bereits vom Investor gehalten wurde. Verzinst wird nur von dem Tag an, an dem die Anleihe über die Börse gekauft wurde. Der Investor erhält also nur Zinsen für die Tage, an denen er die Anleihe im Depot hält. Wird eine Anleihe am Tag des Zinstermines vom Investor seit 150 Tagen gehalten, erhält er für die 150 Tage Zinsen auf den Nominalwert der Anleihe. Hätte der Investor die Anleihe 365 Tage gehalten, würde er bei einem Nominalwert von 1000 Euro und einen Kupon von 4 % genau 40 Euro an Zinsen erhalten. Hält er die Anleihe jedoch nur für 150 Tage, so erhält der Investor 16,43 Euro an Zinsen. Der Kupon ist also stets der jährliche Zinsertrag, den ein Käufer mit der Anleihe erzielen kann.