Konjunktur

engl. Economy

Der Konjunkturzyklus bezeichnet das wirtschaftliche Auf und Ab einer Volkswirtschaft und gibt Auskunft über die konjunkturelle Lage eines Landes. Um langfristig die Konjunktur einordnen zu können, wird als Bezugsgröße das reale Bruttoinlandsprodukt genutzt. Der Konjunkturzyklus lässt sich dabei in vier Phasen unterscheiden:

Aufschwung:

In dieser Phase erholt sich die Wirtschaft von der Depression. Es bessert sich die Stimmung der Wirtschaft und somit auch die wirtschaftliche Lage der einzelnen Unternehmen. Die gesamtwirtschaftliche Produktion steigt ebenso wie die Beschäftigtenzahl an, außerdem sind zunehmende Auftragseingänge zu verbuchen. Dadurch wiederum kann insgesamt nach und nach mehr konsumiert werden. Durch die steigende Nachfrage steigen schließlich auch die Preise im Land.

Hochkonjunktur:

Die Wirtschaftsleistung erreicht ihren Höhepunkt. Es herrscht eine starke Güternachfrage, die Produktionskapazitäten der Unternehmen sind voll ausgelastet. Die Löhne erreichen ebenso einen Höchststand, somit besteht gleichzeitig die Gefahr einer zu starken Geldentwertung (Inflation). Die Inflationsrate hat in den Wochen zuvor bereits Höchstände erreicht.

Abschwung:

Das Wirtschaftswachstum geht spürbar zurück und die Arbeitslosigkeit steigt. Die Gewinne der Unternehmen sinken ebenso wie deren Investitionen. Da die Unternehmen weniger absetzen, investieren sie auch weniger in neue Anlagen und Technologien. Rückläufige Umsätze führen zu Mitarbeiterentlassungen, wodurch weiterhin die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zurückgeht. Die Stimmung wird immer pessimistischer. Die Zinsen, die vorher noch gestiegen sind, fallen nun. Die Börse ist ebenfalls pessimistisch gestimmt, wodurch die Aktienkurse fallen. Insolvenzmeldungen verschlimmern die Marktlage.

Depression:

In der Depression herrschen hohe Arbeitslosigkeit und eine extreme Unterauslastung der Kapazitäten. Die Nachfrage nach Gütern geht aufgrund fehlender Geldmittel stark zurück. Es herrscht die Angst vor einer tief greifenden Deflation. Da mit weiter fallenden Preisen gerechnet wird, werden Ankäufe und Neuinvestitionen aufgeschoben. Die Börsenkurse brechen in dieser Phase nochmals zusätzlich stark ein, bilden jedoch gegen Ende bereits einen Boden.