Investitionsfalle

Die Investitionsfalle beschreibt eine wirtschaftliche Situation, in der eine weitere Zinssenkung keinen Einfluss mehr auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage hat. Der eigentlich beabsichtigte Effekt einer Zinssenkung, die Wirtschaft durch neue Investitionen auf Unternehmensebene anzukurbeln, kann nicht mehr realisiert werden, da die momentane wirtschaftliche Lage stark von Unsicherheit geprägt ist. Obwohl Unternehmen nun günstig investieren könnten, vor allem in den Ausbau und in die Forschung, zögern diese und schrecken vor neuen Investitionen zurück. Grund dafür ist die schwache Konjunktur und die damit einhergehenden eingetrübten Zukunftsaussichten.
Während einer Investitionsfalle sind somit die Maßnahmen der Geldpolitik wirkungslos, da diese nicht mehr in der Lage ist, die Wirtschaft durch Zinssenkungen anzukurbeln. In diesem Fall liegt die Aufgabe bei der Fiskalpolitik, die wirtschaftliche Nachfrageschwäche durch Steuersenkungen oder Staatsausgabenerhöhungen zu stimulieren.