Das Gearing dient als Kennzahl, um die finanzielle Stabilität eines Unternehmens beurteilen zu können. Es gibt das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten und Eigenkapital wieder, zeigt also auf, wie sehr die Nettofinanzverbindlichkeiten durch das Eigenkapital des Unternehmens gedeckt sind.

Berechnung:

Gearing

Bei den Nettofinanzverbindlichkeiten handelt es sich um alle zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen des Unternehmens.
Es gilt, je kleiner das Gearing, desto geringer ist das Unternehmen verschuldet und desto besser die finanzielle Stabilität. Liegt das Gearing eines Unternehmens über 100 %, so sind die Nettofinanzverbindlichkeiten höher als das Eigenkapital. Liegt der Wert jedoch unter 0 % und ist somit negativ, übersteigen die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten und das Unternehmen ist somit schuldenfrei. Liegt das Gearing bei ca. 75 % oder höher, ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens nicht mehr ausreichend gegeben und die Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Ein Wert von 5-15 % wird hingegen als ‚gesund‘ angesehen, da das Unternehmen in diesem Fall die Vorteile der Fremdkapitalaufnahme nutzt, jedoch jederzeit über ausreichend eigene Geldmittel verfügt.