Fester Wechselkurs

Auch Festkurssystem

Ein fester Wechselkurs beschreibt ein Währungssystem, bei dem der Wechselkurs fixiert ist und nur innerhalb einer (sehr) engen Bandbreite schwanken darf. Die Währung eines Landes wird somit gegenüber anderen Währungen innerhalb einer bestimmten und vordefinierten Bandbreite gehalten. Durch Intervention der jeweiligen Zentralbank des Landes wird garantiert, dass sofort bei Erreichen der jeweiligen Höchst- oder Tiefstkurse durch An- oder Verkäufe der eigenen Währung diese in ihrer definierten Bandbreite bleibt. Die Zentralbank greift also direkt in den Devisenhandel ein. Das Gegenteil des festen Wechselkurses ist das sogenannte Floating, bei dem der Wert einer Währung gegenüber einer Zweiten ausschließlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Das Bretton-Woods-System war ein Festkurssystem, welches 1944 eingeführt wurde und bis 1973 bestand. Der Zusammenbruch des
Bretton-Woods-Systemes legte jedoch auch die Schwächen fester Wechselkurse dar. Ein Festkurssystem kann nämlich nur dann funktionieren, wenn die Wirtschaftsdaten beider Länder, vor allem jedoch die Inflationsrate und Produktivitätsrate, sich gleich entwickeln. Nur dann besteht ein Gleichgewicht zwischen Devisennachfrage und Devisenangebot. Dies ist jedoch in der Praxis über einen längeren Zeitraum nie der Fall, wodurch sich automatisch Divergenzen im Wechselkurs ergeben.