Duration

Auch Kapitalbindungsdauer oder Macaulay-Duration

Die Duration versucht möglichst genau die Zinssensitivität einer Anleihe auszudrücken. Die Duration gibt dabei an, wie lange es dauert, bis der Käufer einer Anleihe sein eingesetztes Kapital vollständig zurückerhält. Sie gibt also die durchschnittliche Bindungsdauer einer Kapitalanlage an. Die Duration ist kürzer als die Restlaufzeit eines festverzinslichen Wertpapieres, da zwischenzeitlich Zinszahlungen auf das investierte Kapital stattfinden und diese Zinszahlungen vorzeitigen Kapitalrückzahlungen entsprechen. Je kürzer die Duration, desto unempfindlicher reagiert die Anleihe auf Veränderungen des Zinsniveaus, schließlich steht das Kapital für den Anleger relativ früh wieder zur Verfügung. Die Duration und damit die Sensitivität einer Anleihe ist umso geringer, je kürzer die Restlaufzeit, je höher die Marktrendite und je höher der Kupon der Anleihe ist. Die Kurse von Anleihen mit langen Laufzeiten weisen hingegen eine hohe Duration auf und reagieren somit deutlich sensibler auf Veränderungen des Zinsniveaus. Für beispielsweise eine 100-jährige Anleihe bedeutet bereits ein kleiner Rückgang des aktuellen Zinsniveaus große Aufschläge im Kurs der Anleihe. Andersherum fallen die Kurse von sehr langlaufenden Anleihen überproportional, sobald das Zinsniveau am Markt auch nur geringfügig steigt. Dies wird dann durch die hohe Duration ausgedrückt. Bei einer Nullkuponanleihe ist die Duration immer gleich der Restlaufzeit, da diese Art von Anleihen keine jährlichen Zinsen zahlen.