Ausfallrisiko

engl. Default Risk

1. Das Ausfallrisiko einer Anleihe besteht darin, dass der Emittent nicht in der Lage ist, die Anleihe fristgerecht zum Nominalwert zu tilgen und auch nicht alle Zinszahlungen wie vorher vereinbart leisten zu können. Bei dem Ausfallereignis kann es sich um eine Insolvenz, eine Zahlungsverweigerung, eine Zahlungsaussetzung oder Stundung der Zahlungen handeln. Dies kann passieren, wenn der Emittent (Land oder Unternehmen) in finanzielle Schwierigkeiten gerät und den offenen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das Ausfallrisiko wird dabei mit einem Rating bemessen.
Im schlimmsten Fall kann dies zu einem Totalverlust führen oder aber der Anleihenbesitzer erhält lediglich einen Teil seines Geldes zurück. Steigt die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles, so wird sich dies in einem steigenden Credit Spread am Markt bemerkbar machen. Dies bedeutet, dass der Kurs der entsprechenden Anleihe fallen wird. Falls es dem Emittenten dann überhaupt noch möglich ist neues Geld am Markt aufzunehmen, so muss er den Anlegern dann deutlich höhere Zinsen bieten.

2.Im Handel mit Optionen und Kontrakten wird das Ausfallrisiko durch ein Clearinghaus ausgeschaltet. Das Clearinghaus steht zwischen Käufer und Verkäufer der Option und übernimmt das Ausfallrisiko, falls ein Marktteilnehmer nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen.