Bei der Angebotsinflation handelt es sich um eine Art Lohn-Preis-Spirale, die nach und nach in Gang kommt und für steigende Preise im Inland sorgt.
Zunächst steigen die Kosten zur Produktion der Waren für die Unternehmen an. Sie versuchen jedoch ihre Gewinnmarge aufrechtzuerhalten, können dies jedoch nur, indem sie die Preise für ihre Waren und Dienstleistungen erhöhen. Begründet wird diese Preiserhöhung oftmals mit steigenden Lohnkosten oder steigenden Produktionskosten. Die Endverbraucher können nun diese Produkte nur noch erschwert kaufen, sprich, sie können sich die Waren und Dienstleistungen nun nicht mehr in dem Maße leisten, wie es vorher möglich war. Um wieder im vollen Umfang alle Waren und Dienstleistungen kaufen zu können, fordern die Arbeitnehmer Lohnerhöhungen. Die Spirale setzt sich nun fort, da die Unternehmen nun wieder höhere Personalkosten haben und diese wieder durch eine Preissteigerung versuchen auszugleichen. Die Angebotsinflation beschreibt somit eine Art ‚Teufelskreislauf‘, bei dem höhere Preise dadurch verursacht werden, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber gegenseitig auf höhere Kosten durch Lohnerhöhungen bzw. Preiserhöhungen reagieren.