engl. Compound Interest

Bei dem Zinseszinseffekt werden erhaltene Zinsbeträge direkt wieder angelegt und von da an wie das ursprüngliche Kapital verzinst. Bei der nächsten Zinszahlung wird dann nicht mehr nur das zu Beginn angelegte Kapital verzinst, sondern auch die zuletzt erhaltenen Zinsen werden nun verzinst. Durch den Zinseszinseffekt wächst ein Investment bzw. eine Geldanlage nicht linear, sondern exponentiell an. Bei gleichbleibendem Zins wächst die reine Geldmenge somit jedes stärker als im Jahr zuvor.
Werden beispielsweise 100 Euro zu einem Zinssatz von 10 % angelegt, erhält der Anleger nach einem Jahr 10 Euro Zinsen. Von da an werden die 10 Euro mitverzinst, also bei der Verzinsung mitberücksichtigt. Im zweiten Jahr erhält der Anleger somit 10 % Zinsen auf 110 Euro. Dies sind dann 11 Euro und der Gesamtbetrag steigt auf 121 Euro. Bei der nächsten Zinszahlung erhält der Anleger dann 10 % Zinsen auf die 121 Euro.

Berechnung:

zinseszins

Ein Anleger, der 1000 Euro auf seinem Bankkonto für 4 Jahre zu einem konstanten Zinssatz von 5 % anlegt, kann nun nach der Formel berechnen, welchen Geldbetrag er nach den 4 Jahren auf seinem Konto zur Verfügung hat, wenn erhaltene Zinserträge direkt wieder reinvestiert werden:

zinseszins-beispiel

Durch den Zinseszinseffekt sind somit die 1000 Euro Anfangskapital innerhalb der 4 Jahre exponentiell auf 1215,51 Euro angewachsen. Dies entspricht einer Wertsteigerung um 21,55 Prozent.