Versorgeraktien

engl. Utilities

Bei Versorgeraktien handelt es sich um Aktiengesellschaften, deren Geschäftsmodell daraus besteht, die Daseinsvorsorge ihrer Kunden für einen bestimmten Bereich anzubieten und langfristig zu garantieren. Mit der Daseinsvorsorge ist die Bereitstellung der für ein menschliches Dasein als notwendig erachtete Grundversorgung gemeint. Bei Versorgeraktien handelt es sich vor allem um Energieversorger und Wasserversorger. Merkmale von börsennotierten Versorgern sind oftmals ein stabiler Cashflow und damit einhergehend eine regelmäßige und verlässliche Dividendenzahlung. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Versorgerunternehmen sich besser vor steigenden Inflationsraten schützen können, indem sie ihre Preise an die aktuelle Teuerungsrate flexibler als Unternehmen aus anderen Branchen anpassen können. Versorgeraktien gelten somit auch als Schutz vor einer Inflation. Der Nachteil von Versorgern liegt jedoch in einem oftmals überdurchschnittlich hohen Verschuldungsgrad als auch einem höheren Net Debt/EBITDA. Dadurch sind Versorger in Zeiten steigender Zinsen anfälliger, da ihr Zinsaufwand deutlich zunimmt, was sich letztendlich in fallenden Aktienkursen bemerkbar machen kann. Ein steigendes Zinsniveau einhergehend mit einer relativen hohen Verschuldung kann bei börsennotierten Versorgern auch zu einer Kapitalerhöhung führen. Außerdem werden Versorger in der Regel vom Staat reguliert, sprich, ihr Spielraum für Preisänderungen und Innovationen ist begrenzt. Durch die Regulierung des Staates andererseits sind die Umsatzentwicklungen von Versorgern stabiler und weniger volatil, woraus eben oftmals eine zuverlässige Dividende resultiert.