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Der Tracking Error gibt an, wie stark ein ETF gegenüber seinem Referenzindex (den es eigentlich 1:1 abbilden soll) abweicht. Es handelt sich somit um die jährliche Standardabweichung der Performance zwischen ETF und Index.
Dabei gilt, je niedriger der Tracking Error ist, desto genauer bildet der ETF den Index ab. Umgekehrt, je höher der Tracking Error ist, desto schlechter wird die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index nachgebildet.
Im besten Fall entspricht der Tracking Error der Verwaltungsgebühr des ETFs, allerdings wird er oftmals noch durch andere Faktoren beeinflusst. So können die Indexanpassungen des Indexanbieters, die einzelnen Dividendenzahlungen der jeweiligen Aktien und die Art der Replikation zu einer Abweichung des ETFs gegenüber dem Referenzindex führen.
Um den Tracking Error zu minimieren, nutzen viele ETFs die Wertpapierleihe, womit sich zusätzlich durch das Verleihen von Wertpapieren Einnahmen erzielen lassen und somit ein Teil der Kosten wieder ausgeglichen werden können.
Der Tracking Error ist in der Regel am geringsten bei einem ETF, welcher die synthetische Replikation verfolgt, wohingegen er bei einem ETF, welcher die physische Replikation verfolgt, höher ausfällt.