Sukuk

Auch Islamic Bond

Sukuk ist eine islamische Anleihe, auf die keine Zinsen gezahlt wird, sondern der Investor eine Gewinnbeteiligung erhält. Nach der Scharia, dem islamischen Recht, ist es verboten, Zinsen zu verlangen, deshalb handelt es sich bei Sukuks auch nicht um Anleihen, sondern um Zertifikate, die an Investoren verkauft werden. Diese Zertifikate bieten keine jährlichen Zinsen, sondern garantieren eine Gewinnbeteiligung an dem mit den Sukukeinnahmen finanzierten Projekt. Erzielt das Projekt einen Gewinn, so kann sich der Gewinnanteil zusammensetzen aus einen Referenzzinssatz, wie zum Beispiel den EIBOR, plus einen Aufschlag auf diesen Zinssatz in Höhe von beispielsweise 115 Basispunkten. Bei Fälligkeit erhält der Investor den Nominalwert des Zertifikates zurück. Der Gewinnanteil wird in der Regel, jedoch nicht immer, halbjährlich ausgeschüttet.
Die Strukturen einer Sukuk-Anleihe werden von dem sogenannten Sharia Board festgelegt und vorgegeben. Dabei handelt es sich um einen religiösen Aufsichtsrat eines Landes. Besitzt das islamische Land nicht solch einen Sharia Board, so werden Gelehrte von dem jeweiligen Unternehmen beauftragt, die Anleihe im Einklang mit der Sharia zu bringen.