Auch Geld-Brief-Spanne
engl. Bid-Ask-Spread

1. Der Spread bezeichnet den Unterschied zwischen dem Geldkurs (Ankaufskurs) und dem Briefkurs (Verkaufskurs) von Wertpapieren an der Börse. Je intensiver eine Aktie an der Börse gehandelt wird, desto geringer ist auch der Spread. Wie groß der Spread ist, hängt also von der Liquidität der Aktie ab. Der Verkaufspreis ist in der Regel höher als der Kaufpreis. Denn der Verkäufer will so teuer wie möglich verkaufen, wohingegen der Käufer so günstig wie möglich kaufen will. An dem Aktienspread verdient niemand, da es lediglich die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage ist, trotzdem ist es ein Kostenfaktor. Bei Optionsscheinen, Zertifikaten sowie Fonds verdient jedoch der Emittent an dem Spread. Für den Anleger ist zudem wichtig zu wissen, dass der Spread früh am Morgen sowie spät am Abend größer ist als zur Haupthandelszeit, da das Handelsvolumen vor allem am Abend geringer ist.

2. Spread bezeichnet darüber hinaus bei einem Termingeschäft den Kauf eines Kontraktes mit naheliegender Fälligkeit und dem gleichzeitigen Verkauf eines Kontraktes mit einer Fälligkeit, welche weiter in der Zukunft liegt.