Schwarzer Freitag

engl. Black Friday

Mit dem Begriff "Schwarzer Freitag" wird sich an der Börse auf den 25.10.1929 bezogen. Der sogenannte Schwarze Freitag steht für den heftigen Börsencrash, der in dieser Zeit stattgefunden hat. Doch eigentlich ereignete sich der Börsencrash bereits ein Tag zuvor. Am Donnerstag sind die Börsen in den USA massiv eingebrochen, doch zur damaligen Zeit dauerte es einen Handelstag, bis dieser Kursverfall in Europa überall bekannt wurde. Am darauf folgenden Freitag brachen dann auch die Kurse in Europa ein.
In den zwanziger Jahren träumten viele Menschen vom Reichtum durch Börsenspekulationen. Aus diesem Grund nahmen sie Kredite auf, um ihre Aktiengeschäfte zu finanzieren. Dies führte so weit, dass fast jede Person in den USA Aktien kaufen wollte, oftmals ohne ein Grundwissen über Unternehmen und Börse im Allgemeinen zu verfügen. Als die Spekulationsblase dann am 24.10.1929 platzte, bedeutete dies für viele Anleger den finanziellen Ruin. Dieser Börsencrash leitete dann die anschließende Weltwirtschaftskrise aus, da u.a. Unternehmen hochverschuldetet waren, jedoch keine Kredite mehr erhielten.

Es gab in der Börsengeschichte jedoch mehrere sogenannte schwarze Freitage. Der erste dieser Art fand am 9.5.1873 statt, welcher das Ende der Gründerzeit und die damit einhergehende Hochkonjunktur markierte. Am 13.5.1927 folgte ein weiterer "Schwarzer Freitag", welcher eine Bankenkrise in Deutschland einleitete.