Auch Anleihenfonds
engl. Bond Fund

Ein Rentenfonds investiert das Geld der Anleger zum großen Teil in festverzinsliche Wertpapiere wie zum Beispiel Anleihen, Pfandbriefe oder Floater. Darüber hinaus hält der Anleihenfonds auch immer einen bestimmten Prozentsatz an freier Liquidität. Um als Rentenfonds zu gelten, muss jedoch mindestens 51 % des Sondervermögens, also des Fondsvermögens, in festverzinsliche Wertpapiere investiert werden. Die Total Expense Ration ist bei einem Rentenfonds geringer als die von herkömmlichen Investmentfonds und liegt oft bei ca. 1,0 %.
Der Rentenfonds erwirtschaftet seine Umsätze in erster Linie aus den erhaltenen Zinszahlungen. Bei fallenden Zinsen am Markt können zusätzlich Kursgewinne entstehen. Steigen die Zinsen jedoch an, wird der Rentenfonds Kursverluste erleiden. Der Kurs einer Anleihe bewegt sich immer entgegengesetzt zum aktuellen Zinsniveau. Steigen am Markt die Zinsen, so fallen allgemein die Anleihenkurse, fallen hingegen die Marktzinsen, so steigen allgemein die Anleihenkurse. Auch wenn Rentenfonds als relativ sichere Anlage gelten, müssen Anleger vor dem Kauf stets Auskunft über den Anlageschwerpunkt des Rentenfonds einholen. Liegt der Anlageschwerpunkt beispielsweise auf Fremdwährungsanleihen oder Hochzinsanleihen, so ist das Risiko von Kursverlusten oder einer erhöhten Volatilität in dem Fonds deutlich höher als in einen Rentenfonds, welcher ausschließlich in Staatsanleihen mit höchster Bonität investiert.