Politische Börsen haben kurze Beine

Der Spruch "Politische Börsen haben kurze Beine" ist als eine Art Börsenweisheit anzusehen und sagt aus, dass politische Ereignisse und Wahlergebnisse nicht nachhaltig die Aktienkurse beeinflussen können. Treten 'brisante' und zunächst wichtige politische Entscheidungen in den Vordergrund, können diese die Börsen, vor allem die Aktienkurse, nur kurzfristig beeinflussen. Mittel- bis langfristig rücken dann wieder die Unternehmensdaten wie Gewinnentwicklung und Zukunftsperspektiven sowie die Fundamentaldaten zur wirtschaftlichen Lage in den Vordergrund. Kurzfristig können politische Ereignisse jedoch für eine hohe Volatilität an den Märkten sorgen. So verursachte beispielsweise der Brexit am Tag nach der Abstimmung weltweit für starke Kursrückgänge an den Börsen. Gleiches war am Tag nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zu sehen. Auch hier erlitten die Börsen weltweit hohe Verluste. Der Mexikanische Peso verlor sogar innerhalb eines Tages 15 % an Wert. In beiden Fällen handelte es sich jedoch um Überreaktionen des Marktes und in den darauffolgenden Tagen wurden diese Verluste (teilweise) wieder wettgemacht, da die politischen Geschehnisse langsam wieder aus den Nachrichten verschwanden und Anleger sich wieder den Fundamentaldaten zugewandt haben.