Planmäßige Abschreibung

Die planmäßige Abschreibung hat den Sinn, die ursprünglichen Anschaffungskosten und / oder Herstellungskosten eines Vermögensgegenstandes auf die Nutzungsjahre zu verteilen und dessen Werteverzehr aufgrund täglicher Nutzung in der Bilanz festzuhalten. Die planmäßige Abschreibung beginnt dann, sobald das jeweilige Anlagegut genutzt wird. Diese Art der Abschreibung darf jedoch nur bei Vermögensgegenständen durchgeführt werden, die für eine zeitlich begrenzte Dauer im Unternehmen verbleiben. Der aufgrund der Abschreibungen jährlich neu berechnete Restbuchwert des Vermögensgegenstandes entspricht den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Jedoch gibt es verschiedene Methoden der Abschreibungen, alle führen jedoch zu einer Minderung des Gewinnes bzw. Ausweitung des Verlustes eines Unternehmens:

Lineare Abschreibung

Die lineare Abschreibung ist die häufigste Form der planmäßigen Abschreibung. Durch in der Höhe jährlich gleichbleibenden Abschreibungsbeträge werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes gleichmäßig verteilt.

Degressive Abschreibung

Bei der degressiven Abschreibung fallen die Abschreibungsbeträge jedes kleiner aus. Jahr für Jahr werden die Abschreibungsbeträge somit reduziert und sind dadurch zu Beginn der Nutzungsdauer am höchsten und zum Ende des Abschreibungszeitraumes am geringsten.

Geometrisch-degressive Abschreibung

Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung wird ein immer gleichbleibender Abschreibungsprozentsatz herangezogen, welcher sich im ersten Jahr auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bezieht und in den Folgejahren auf die entsprechenden Restbuchwerte des Anlagegutes. Dadurch dass der Restbuchwert des Vermögensgegenstandes jährlich kleiner wird, fallen auch die Abschreibungsbeträge jedes Jahr geringer aus. Nach Ende der Nutzungsdauer wird der Restbuchwert komplett abgeschrieben.

Arithmetisch-degressive Abschreibung

Bei der arithmetisch-degressiven Abschreibung fallen die Abschreibungsbeträge jährlich um einen konstanten und gleichbleibenden Betrag, welcher immer genau den Abschreibungsbetrag des letzten Jahres entspricht. Die Abschreibungsbeträge sinken somit jährlich und werden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes verteilt.

Progressive Abschreibung

Bei der progressiven Abschreibung steigt Jahr für Jahr die Höhe der Abschreibungsbeträge an. Dabei wird unterstellt, dass der Anlagegenstand in den ersten Jahren der Nutzung nur geringfügig und in den späteren Jahren stärker abnutzt und verschleißt.