Long Put

Auch Kauf einer Verkaufsoption
Erwartung: Fallende Kurse

Long Put ist eine der vier Basisstrategien im Optionshandel. Mit einem Long Put erwirbt der Käufer das Recht, einen bestimmten Basiswert, zu einer bestimmten Menge, zu einem bestimmten Preis, innerhalb einer bestimmten Laufzeit zu verkaufen. Es handelt sich jedoch nur um das Recht, der Käufer des Long Put ist nicht verpflichtet, die Option auszuüben. Für dieses Recht bezahlt der Käufer des Long Put dem Verkäufer eine Prämie. Diese Prämie ist der Optionspreis. Der Käufer kann den Long Put auch verfallen lassen. In diesem Fall kommt es zu keinem Geschäft. Den Optionspreis erhält er in beiden Fällen jedoch nicht zurück. Der Käufer des Long Put wird sein Recht jedoch wahrnehmen, wenn der Preis des Basiswertes innerhalb der Laufzeit der Option gefallen ist und unter dem Basispreis liegt. Der Basispreis ist in dem Fall der Preis, zu dem der Besitzer des Long Put berechtigt ist, den Basiswert an den Verkäufer des Long Put zu verkaufen. Besteht bspw. eine Long Put-Option mit dem Basispreis von 20 Euro auf Aktie XY, wird diese Aktie jedoch aktuell für 15 Euro an der Börse gehandelt, erzielt der Long Put-Besitzer einen Gewinn. Durch sein Optionsrecht kann er nun die Aktie für 20 Euro an den Verkäufer des Long Put verkaufen. Wenn er vorher die Aktie regulär an der Börse für 15 Euo einkauft, erzielt er einen Gewinn von 5 Euro. Von den 5 Euro Gewinn muss er nun noch den Optionspreis, den er anfangs an den Verkäufer bezahlt hat, abziehen. Hat er für die Option 1,50 Euro bezahlt, erzielt er einen Gewinn von 3,50 Euro.
Die tatsächliche Ausübung einer Option, bei der der Basiswert auch geliefert wird, ist jedoch eher unüblich. In der Regel wird nur die Differenz zwischen Basispreis und aktuellem Marktwert des Basiswertes ausgezahlt (Barausgleich).