Long Call

Auch Kauf einer Kaufoption
Erwartung: Steigende Kurse

Long Call ist eine der vier Basisstrategien im Optionshandel. Mit einem Long Call erwirbt der Käufer das Recht, einen bestimmten Basiswert, zu einer bestimmten Menge, zu einem bestimmten Preis, innerhalb einer bestimmten Laufzeit zu kaufen. Es handelt sich jedoch nur um das Recht, der Käufer ist nicht verpflichtet, die Option auszuüben. Für dieses Recht bezahlt der Käufer des Long Call dem Verkäufer eine Prämie. Diese Prämie ist der Optionspreis. Der Käufer kann den Long Call auch verfallen lassen. In diesem Fall kommt es zu keinem Geschäft. Den Optionspreis erhält er in beiden Fällen jedoch nicht zurück. Der Käufer des Long Call wird sein Recht jedoch wahrnehmen, wenn der Preis des Basiswertes innerhalb der Laufzeit der Option gestiegen ist und über dem Basispreis liegt. Der Basispreis ist in dem Fall der Preis, zu dem der Besitzer des Long Call den Basiswert vom Verkäufer des Long Call verlangen kann. Besteht bspw. eine Option mit dem Basispreis von 50 Euro auf Aktie XY, wird diese Aktie jedoch aktuell für 60 Euro gehandelt, erzielt der Long Call Besitzer einen Gewinn. Durch sein Optionsrecht kann er nun die Aktie für 50 Euro einfordern und anschließend sofort für 60 Euro an der Börse weiterverkaufen. Von den 10 Euro Gewinn muss er nun noch den Optionspreis, den er anfangs an den Verkäufer bezahlt hat, abziehen. Hat er für die Option 3 Euro bezahlt, erzielt er einen Gewinn von 7 Euro.
Die tatsächliche Ausübung einer Option, bei der der Basiswert auch geliefert wird, ist jedoch eher unüblich. In der Regel wird nur die Differenz zwischen Basispreis und aktuellem Marktwert des Basiswertes ausgezahlt (Barausgleich).