Auch Acid Test Ratio oder Quick Ratio

Allgemein soll eine Liquiditätsgradkennzahl darüber Aufschluss geben, ob ein Unternehmen ausreichend liquide ist oder ob Zahlungsverzögerungen in naher Zukunft zu erwarten sind. Die Liquidität 2. Grades ist eine Verhältniszahl, die die kurzfristige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens ausdrückt. Die Kennzahl gibt somit an, inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten allein durch die flüssigen Mittel und die kurzfristigen Forderungen abgedeckt sind. Durschnittlich liegt die Liquidität 2. Grades bei ca. 100 %.

Berechnung

Liquidität2

Flüssige Mittel

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehend aus Bank- und Kassenbeständen, Schecks und liquiden Wertpapieren.

Kurzfristige Forderungen

Offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Kunden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten bestehend vor allem aus Lieferkrediten und Bankkrediten.

Liegt die Kennzahl beispielsweise bei 1,2, so bedeutet dies, dass jeder Euro an kurzfristiger Verbindlichkeit durch 1,20 Euro an flüssigen Mitteln + kurzfristigen Forderungen abgedeckt ist. Liegt der Wert jedoch bei 0,8, so sind nicht genug flüssige Mittel und offene kurzfristige Forderungen vorhanden, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten voll zu decken. Um jedoch eine finanzielle Gesundheit und Stabilität aufrechtzuerhalten, sollten kurzfristigen Verbindlichkeiten jedoch jederzeit ausreichend gedeckt sein. Deshalb sollte die Liquidität 2. Grades auch allgemein bei mindestens 100 % liegen. Deshalb gilt zunächst, dass je höher die Liquidität 2. Grades, desto besser. Allerdings ist eine zu hohe Liquidität auch kontraproduktiv, da überschüssige Liquidität zulasten der Rentabilität des Unternehmens geht. Die überschüssige Liquidität könnte renditeorientierter angelegt werden.