Auch „Short Gehen“
engl. Short Sale oder Short Selling

Bei einem Leerverkauf verkauft ein Marktteilnehmer Aktien, ohne dass sich diese in seinem Besitz befinden. Er spekuliert bei einem Leerverkauf darauf, dass der Kurs der Aktie während der Dauer des Leerverkaufes fallen wird. Geschieht dies, kann er seine offene Position durch eine Glattstellung liquidieren und so einen Gewinn erzielen.
Ein Leerverkauf entsteht, wenn ein Trader glaubt, dass der Preis einer Aktie fallen wird. Daraufhin leiht er sich die Aktien gegen eine Gebühr (ca. 2 % des Aktienwertes) bei einem anderen Marktteilnehmer, verkauft diese anschließend sofort weiter und hofft, dass er die Aktien später zu einem günstigeren Kurs am Markt zurückkaufen kann. Die Absicht dabei besteht darin, die Aktie später billiger erwerben zu können und an der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis zu verdienen.
Hat der Anleger sich eine Aktie für beispielsweise 30,00 Euro pro Stück geliehen und diese sofort zum gleichen Preis an der Börse weiterverkauft, so hofft er nun, dass der Kurs bei Glattstellung unter den 30,00 Euro notiert. Kann er tatsächlich die Aktie einige Tage später für beispielsweise 26,00 Euro pro Stück an Markt kaufen, erzielt er einen Gewinn von 4,00 Euro pro Stück. Nun kann er die Aktien an der Börse für 26,00 Euro einkaufen und dem ursprünglichen Verleiher zurückgeben. Der Leerverkauf ist dann glattgestellt und der Anleger konnte mit dieser Anlagestrategie einen Gewinn erzielen.