engl. Redeemable Bond

In der Regel verfügt eine Anleihe über eine feste und vorher bestimmte Laufzeit. Das Fälligkeitsdatum der Anleihe, also der Tag, an dem das Kapital an den Gläubiger (Käufer der Anleihe) zurückgezahlt wird, steht somit auch fest. Eine kündbare Anleihe bietet jedoch die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung und somit einer vorzeitigen Rückzahlung des Kapitals an den Gläubiger.

Hierbei gibt es drei verschiedene Varianten einer kündbaren Anleihe:

    Putable Bond:

  • Der Käufer der Anleihe, also der Gläubiger, hat die Möglichkeit die Anleihe vorzeitig zu kündigen und kann somit sein investiertes Geld vorzeitig wieder zurückbekommen. Der Anleger macht von der vorzeitigen Kündigung Gebrauch, wenn die Verzinsung der Anleihe niedriger ist, als der aktuelle Marktzins, ihm am Markt somit mittlerweile ein höherer Zinssatz für eine Anleihe mit selbem Rating angeboten wird. Der Gläubiger kann die Anleihe zum Nominalwert von 100 Prozent zurückgeben, auch wenn die Anleihe aktuell nur bei bspw. 94 Prozent notiert.
    Callable Bond:

  • Der Emittent der Anleihe kann die Anleihe vorzeitig kündigen und somit das Kapital außerplanmäßig und vorzeitig zurückzahlen. Der Emittent macht von der vorzeitigen Kündigung Gebrauch, wenn er sich durch eine neue Kreditaufnahme am Markt günstiger finanzieren kann, er also am Markt einen niedrigeren Zinssatz angeboten bekommt. Dies ist der Fall, wenn in der Zwischenzeit die Zinsen am Markt gefallen sind. Die Kündigungstermine bei Callable Bonds liegen oftmals auf den Kuponzahlungsterminen. In der Regel hat der Emittent an mehreren Terminen die Möglichkeit, die Anleihe vorzeitig zu kündigen.
  • Sowohl Anleger als auch Emittent haben die Möglichkeit, die Anleihe vorzeitig zu kündigen (diese Variante ist jedoch sehr selten).

In der Regel ist in der Anleihenbedienung jedoch geregelt, dass die Anleihe erst ab einem bestimmten Zeitpunkt gekündigt werden darf, beispielsweise nach zwei Jahren. Vorher besteht diese Option der vorzeitigen Kündigung dann nicht.