Kredit-ETF

Ein Kredit-ETF bietet dem Anleger die Möglichkeit, Kreditrisiken von Schuldnern, wie beispielsweise die von einzelnen Unternehmen, zu handeln. Ein Kredit-ETF bildet die Wertentwicklung der Absicherungskosten für Forderungen gegenüber den in dem ETF enthaltenen Unternehmen ab. Bei dem Index, welcher vom ETF abgebildet wird, kann es sich zum Beispiel um den iTraxx Europe handeln. Dieser misst die Veränderung und Entwicklung der Risikoprämien auf bestimmte Schuldner. Um das Kreditrisiko handelbar zu machen, werden Credit Default Swaps eingesetzt. Ein Credit Default Swap ist ein Kreditderivat und Kreditversicherung, mit der sich der Gläubiger gegen eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Schuldners absichern kann. Steigt nun der Wert eines Long-Kredit-ETFs an, verbessert sich die Bonität der Schuldner im Index und das Kreditrisiko geht zurück. Ein Long-Kredit-ETF dient also dazu, auf eine finanzielle Verbesserung der im Index enthaltenen Unternehmen zu spekulieren. Mit einem Short-Kredit-ETf spekuliert der Anleger hingegen darauf, dass das Kreditrisiko steigt und somit sich die finanzielle Situation der Unternehmen verschlechtert. Verschlechtert sich die Bonität, so steigt der Short-Kredit-ETF im Kurs an. Bei einem Short-ETF muss jedoch stets die Pfadabhängigkeit als zusätzliche Wertänderungsgröße des ETFs berücksichtigt werden, sprich, ein Short-ETF kann unter Umständen den zugrunde liegenden Index nicht exakt 1:1 abbilden.