Kernkapitalquote

engl. Core Capital Quota

Die Kernkapitalquote gibt an, wie sehr die Risikoaktiva einer Bank durch Kernkapital gedeckt sind. Sie gilt als wichtigste Kennzahl, um Aufschluss über die Stabilität und Stärke eines Finanzinstitutes zu erhalten.

Berechnung:

kernkapitalquote

Die Risikoaktiva stellen vor allem vergebene Kredite an Kunden sowie von der Bank im Besitz befindliche Wertpapiere dar. Das Kernkapital wird vor allem durch das Grundkapital und durch Gewinnrücklagen gebildet.
Je höher die Kernkapitalquote, desto höher ist der Anteil der Risikoaktiva, der durch Kernkapital gedeckt ist, also, je höher die Kernkapitalquote, desto stabiler die finanzielle Situation der Bank.
Liegt die Kernkapitalquote einer Bank bei 8 Prozent, müssen 8 Prozent aller risikotragenden Aktiva ausfallen, bevor das haftende Eigenkapital der Bank vollständig aufgezehrt ist und die Gefahr einer Insolvenz besteht. Die Mindestkernkapitalquote stieg ab dem Jahr 2015 auf 6 Prozent.