Kapitalumschlagshäufigkeit

Auch Kapitalumschlag

Die Kapitalumschlagshäufigkeit als Kennzahl gibt an, wie produktiv das eingesetzte Kapital eines Unternehmens genutzt wird. Die Rentabilitätskennzahl zeigt auf, wie viel Umsatz das Unternehmen mit einem Euro an eingesetztem Kapital erzielen konnte.

Berechnung:

Kapitalumschlag

Bei dem Umsatz handelt es sich um die erzielten Umsatzerlöse. Das Gesamtkapital entspricht der Passivseite und setzt sich aus dem Eigenkapital und dem Fremdkapital zusammen.
Liegt die Kapitalumschlagshäufigkeit beispielsweise bei 1,8, so hat das Unternehmen mit jedem eingesetzten Euro, 1,80 € Umsatz erzielt. Der Umsatz war somit 1,8 mal so groß wie das vorhandene Gesamtkapital des Unternehmens.
Es gilt, dass je höher die Kennzahl, desto schneller fließt Geld durch Verkäufe wieder zurück ins Unternehmen und desto weniger ist das Unternehmen auf zusätzliches Kapital angewiesen. Die Schlussfolgerung dabei ist, dass je höher die Kennzahl, desto höher die Rentabilität des Unternehmens, da der Bedarf nach zusätzlichem Kapital dann geringer ist und Kapital, egal ob Eigenkapital oder Fremdkapital, immer mit Kosten verbunden ist.
Ein Vergleich der Kapitalumschlagshäufigkeit verschiedener Unternehmen sollte jedoch nur innerhalb der gleichen Branche stattfinden, da die Kennzahl sehr branchenabhängig ist. Supermarktketten weisen oftmals einen sehr hohen Kapitalumschlag auf, wohingegen Produzenten von Waren oder Dienstleistungen einen weitaus geringeren Kapitalumschlag besitzen.