Kapitalrücklagen

Kapitalrücklagen sind jene Zuzahlungen der einzelnen Gesellschafter in das Eigenkapital, welche die geforderten Einlagen auf das gezeichnete Kapital übersteigen. Somit gehören Kapitalrücklagen auch zum Eigenkapital eines Unternehmens. Kapitalrücklagen entstehen vor allem dann, wenn Aktien bei der Emission zu einem höheren Wert als dem Nennwert ausgegeben werden (Agio). Beträgt zum Beispiel der Emissionspreis einer Aktie 7 Euro und der Nennwert 1 Euro, so muss 1 Euro auf der Passivseite unter dem Posten "Gezeichnetes Kapital" verbucht werden und 6 Euro auf der Passivseite unter dem Posten "Kapitalrücklagen".
Kapitalrücklagen können darüber hinaus aber auch durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandelrechte oder die Ausgabe von Optionsrechten zum Kauf von Aktien entstehen.