Investment Grade

Investment Grade ist eine Ratingeinstufung, welche aussagt, dass Investitionen in den Gläubiger (meistens Staat oder Unternehmen) bzw. in die jeweilie Anleihe als sicher und zuverlässig angesehen werden. Wird eine Anleihe als Investment Grade eingestuft, wird der Kauf dieses Papieres als sicheres und stabiles Investment angesehen. Die Bonität sowie Qualität des Schuldners wird als hochwertig und vertrauenswürdig beurteilt. Man geht von termingerechten Zinszahlungen und einer kompletten Rückzahlung der Anleihe aus. Dies heißt jedoch keinesfalls, dass ein Zahlungsausfall oder eine Stundung sicher ausgeschlossen werden kann. Das Rating 'Investment Grade' ist nämlich nur eine Einschätzung der Ratingagentur und diese lagen diesbezüglich in der Vergangenheit schon häufiger falsch. Anleger sollten sich deshalb niemals ausschließlich auf Ratings verlassen.

Ratings von Standard & Poors bzw. Moody´s bis BBB- bzw. Baa3 werden als Investment Grade angesehen.

  • AAA bis AA- bzw. Aaa bis Aa3: Höchste Bonität. High Credit Quality. (Investment Grade)
  • A+ bis BBB- bzw. A1 bis Baa3: Gute Bonität. Medium Credit Quality. (Investment Grade)
  • BB+ bzw. Ba1 und darunter: Spekulative Anlage. Non-Investment Grade. Eine Anleihe mit diesem Rating wird auch Junk Bond genannt.
Das Rating Investment Grade spielt deshalb eine so bedeutende Rolle, da viele Fonds, institutionelle Anleger und vor allem Pensionsfonds nur in Wertpapiere investieren dürfen, die mindestens das Rating Investment Grade enthalten. Deshalb kommt es an der Börse auch gelegentlich vor, dass, sobald eine Anleihe von Non-Investment Grade von einer oder mehreren Ratingagenturen auf Investment Grade hochgestuft wird, im Kurs ruckartig ansteigt. Denn dann können auch einzelne Investmentfonds oder auch die meisten Pensionsfonds die Anleihe kaufen, die Nachfrage nach diesen Papieren zieht darauf folglich schlagartig an.