Auch Devisenmarktintervention

Die Intervention bezeichnet den Kauf oder Verkauf von entweder der eigenen Währung oder aber von ausländischer Währung (Devisen) durch die Zentralbank, um direkten Einfluss auf den Wechselkurs zu nehmen. Die eigene Währung soll bei der Intervention gegenüber einer Fremdwährung entweder geschwächt oder aber gestärkt werden. Möchte die Zentralbank ihre eigene Währung schwächen (Währungsabwertung), so verkauft sie die eigene Währung und kauft dabei gleichzeitig fremde Währung auf. Möchte sie jedoch die eigene Währung stärken (Währungsaufwertung), so kauft sie mit vorhandenen Fremdwährungen die eigene Währung auf. Sie verkauft also ihre Fremdwährungen, welche bei jeder Zentralbank als Währungsreserven dienen, kauft damit die eigene Währung, erhöht dadurch folglich die Nachfrage und letztendlich den Preis.

Neben der Zinspolitik gehört die Devisenmarktintervention zu den bedeutendsten und effektivsten Werkzeugen einer Zentralbank, um den Wert der eigenen Währung zu beeinflussen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass Interventionen durch die Zentralbank nicht immer langfristig mit den erwünschten Zielen betrieben werden können. So hat beispielsweise die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 bekannt geben müssen, dass sie ihre Interventionen stark reduzieren bzw. beenden werden, wodurch es am selben Tag zum sogenannten Frankenschock gekommen ist. Die Zentralbank der Schweiz hat über einen längeren Zeitraum Schweizer Franken verkauft und dafür Euro gekauft, um den Schweizer Franken zu schwächen und somit gegenüber anderen Länden beim Export in den Euroraum konkurrenzfähig zu bleiben. Ein Grund für die Beendigung der Interventionen war die zunehmende Belastung für die Schweizer Nationalbank, da stetig mit Schweizer Franken die Währung Euro gekauft werden musste, um den Franken nachhaltig zu schwächen, dadurch aber die Bilanz der Nationalbank schließlich einfach zu stark aufgebläht wurde.