engl. Real Estate Fund

Immobilienfonds sind Investmentfonds, welche die angelegten Gelder in Grundstücke, Wohnimmobilien, Hotels sowie kommerziell genutzte Immobilien investieren. Erträge erzielt ein Immobilienfonds in erster Linie durch Mieteinnahmen und Verkaufsgewinnen. Dabei sind jedoch offene und geschlossene Immobilienfonds voneinander zu unterscheiden.

Offener Immobilienfonds:
Offene Immobilienfonds können jederzeit an der Börse ge- und verkauft werden. Die Anteile müssen jederzeit von der Fondsgesellschaft zurückgenommen werden. Offene Immobilienfonds können zudem unbegrenzt Gelder einsammeln. Der Anleger kann oftmals bereits ab 100 Euro in offene Immobilienfonds investieren. Der Vorteil von offenen Immobilienfonds liegt außerdem darin, dass erzielte Veräußerungsgewinne durch Immobilien, die mindestens für 10 Jahre von Fonds im Sondervermögen gehalten werden und danach gewinnbringend verkauft werden, für den Anleger steuerfrei sind. Die anschließend daraus resultierende Ausschüttung muss von dem Anleger nicht versteuert werden. Der vom Fondsmanagement erzielte Veräußerungsgewinn, solange zwischen Kauf und Verkauf der Immobilie mindestens 10 Jahr liegen, unterliegt bei anschließender Ausschüttung an die Fondsanleger somit nicht der Abgeltungssteuer. Darüber hinaus sind ausländische Mieteinnahmen von offenen Immobilien für den Fondsanleger generell abgeltungssteuerfrei. Besteht hier ein Doppelbesteuerungsabkommen, erfolgt die Besteuerung nur im Ausland.

Geschlossener Immobilienfonds:
Anteile an geschlossenen Immobilienfonds können nicht an die Gesellschaft zurückgegeben werden. Ein Verkauf ist theoretisch möglich, jedoch schwierig und mit Kosten verbunden. Der geschlossene Immobilienfonds investiert lediglich in einzelne Projekte. Sobald die dafür benötigte Summe eingesammelt wurde, wird kein weiteres Geld mehr angenommen. Die Mindesteinlage liegt oftmals bei ca. 10 000 Euro und ist für mehrere Jahre gebunden.