Auch GDN

Global Depositary Notes sind Hinterlegungsscheine auf festverzinsliche Wertpapiere, die stellvertretend für diese gehandelt werden können. Da die Originalanleihe für die meisten Anleger nur schwer oder gar nicht zugänglich ist, da diese an keiner der großen Börsen gehandelt wird, werden Global Depositary Notes stellvertretend für diese Anleihen gehandelt. Oftmals stammen die Originalanleihen aus exotischen Ländern und / oder notieren in einer exotischen Währung. Unter Berücksichtigung des Wechselkurses, bildet der Kurs des Global Depositary Note dann den Kurs der Orignalanleihe ab.
Die einzelnen Kuponzahlungen sowie der Tilgungsbetrag bei Fälligkeit werden jeweils von der Bank, welche die Originalanleihe in einem Konto in den jeweiligen land in Verwahrung genommen hat, zu dem für den Tag gültigen Wechselkurs umgerechnet. Somit erhalten Anleger von GDNs die Zahlungsströme in ihrer heimischen Währung und nicht in der Währung, in der die Originalanleihe ursprünglich notiert. Dadurch ist der Investor jedoch einem Wechselkursrisiko ausgesetzt, zusätzlich wird ihm für die Verwahrung sowie Bereitstellung der GDNs eine jährliche Gebühr durch die Depotbank in Rechnung gestellt. Ein weiterer Kostenfaktor ist der oftmals deutlich hohe Spread zwischen Briefkurs und Geldkurs, da GDNs meistens mit einem geringen Volumen gehandelt werden.