engl. Money Illusion

Die Geldillusion ist die irrtümliche Annahme, dass mit einer nominalen Steigerung des Vermögens oder des Gehaltes im gleichen Maße die Kaufkraft des Geldes zunimmt. Sparer unterschätzen somit oft die tatsächliche Kaufkraft ihrer Ersparnisse, da der Nominalzins nicht der Steigerung der Kaufkraft ihres Ersparten entspricht. Der Realzins entspricht der Steigerung der Kaufkraft ihrer Ersparnisse, um diesen zu berechnen, muss von dem Nominalzins jedoch die Inflationsrate abgezogen werden.
Steigt das Gehalt um 4 % in einem Jahr, bedeutet dies nicht, dass automatisch die Kaufkraft auch um 4 % zulegt. Von dieser nominalen Steigerung muss zuerst noch die Inflationsrate abgezogen werden. Liegt die Inflationsrate bei 1,5 %, so beträgt die reale Steigerung des Gehaltes 2,5 %.