Fremdwährungsanleihe

Bei einer Fremdwährungsanleihe sind Währung und Land, in dem die Anleihe emittiert wurde, unterschiedlich. Wird beispielsweise eine Yen-Anleihe in Deutschland von einem deutschen Unternehmen emittiert, so handelt es sich um eine Fremdwährungsanleihe. Weiter gefasst handelt es sich bei einer Fremdwährungsanleihe um alle Anleihen, die nicht in der Heimatwährung des Anlegers notieren. In diesem Fall kauft der Privatanleger aus Deutschland eine Fremdwährungsanleihe, sobald er eine Anleihe kauft, welche von einem Schweizer Unternehmen emittiert wurde und in der Währung Schweizer Franken notiert. Die Zinsen werden ebenfalls in der (aus der Sicht des Anlegers) Fremdwährung ausgezahlt.

Bei einer Fremdwährungsanleihe kann das höhere Zinsniveau der jeweiligen Währung ausgenutzt werden. Dies spiegelt sich dann in dem höheren Kupon wider, welchen die Anleihe gegenüber einer herkömmlichen Anleihe bietet. Bei einer Fremdwährungsanleihe besteht jedoch immer ein Wechselkursrisiko. Wertet die Währung, in der die Anleihe notiert gegenüber der Heimatwährung des Anlegers ab, so erleidet der Anleger Währungsverluste. Bei Fälligkeit oder vorzeitigem Verkauf erhält er dann für die Fremdwährung einen geringeren Betrag in seiner Heimatwährung zurück als ursprünglich gezahlt. Ebenso kann der Anleger jedoch von der Wechselkursveränderung profitieren. Wertet die Fremdwährung von Kauf bis Verkauf der Anleihe gegenüber der Heimatwährung auf, so erzielt der Anleger neben den Kuponzahlungen zusätzlich Währungsgewinne.
Der Breakeven-Wechselkurs ist dabei jener Wechselkurs, bei dem der Inhaber einer Fremdwährungsanleihe weder einen zusätzlichen Gewinn erzielt noch einen Verlust erleidet gegenüber einer in seiner Heimatwährung verzinslichen Anleihe mit selber Bonität und Laufzeit.