Auch Terminpreiskurve

Die Forward Curve dient als Methode, um den Preis eines Rohstoffs für einen beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft zu ermitteln und grafisch darzustellen. Ist die Terminpreiskurve ansteigend, so spricht man von Contango. Ist sie hingegen abfallend, so spricht man von Backwardation. Gebildet wird die Forwardkurve, indem Preise verschiedener Futures-Fälligkeiten eines Rohstoffs miteinander verbunden werden.
Wichtig dabei ist, dass Forwardkurven nicht auf Prognosen basieren, sondern aufgrund von aktuellen Marktpreisen erstellt werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der durch die Forwardkurve ermittelte Preis eines Rohstoffes für ein bestimmtes Datum in der Zukunft dann hinterher auch zu diesem Zeitpunkt an der Börse zu diesem Kurs notiert. Die Forwardkurve gibt lediglich an, was es aktuell kosten würde, sich bereits heute die Lieferung eines bestimmten Rohstoffes zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu sichern. Bis zu diesem Zeitpunkt kann sich der Spotpreis aber natürlich wieder geändert haben, was er auch in den allermeisten Fällen tut. Außerdem gibt die Forward Curve Hinweise über mögliche Gewinne oder Verluste beim Rollen eines fälligen Kontraktes in den nächstgelegenen Kontrakt. Liegt Contango vor, so entsteht ein Rollverlust, liegt hingegen Backwardation vor, so entsteht ein Rollgewinn für den Anleger, welchen seinen auslaufenden Kontrakt auf einen Rohstoff durch einen länger laufenden Kontrakt ersetzt.