Auch Flexible Wechselkurse

Die freie Bewegung von Wechselkursen an den Devisenmärkten wird als Floating bezeichnet. Der Wechselkurs eines bestimmten Paares richtet sich also ausschließlich nach Angebot und Nachfrage. Die Preisbildung wird somit dem Markt überlassen. Bei dem Währungspaar EUR/USD gilt somit, dass je mehr Marktteilnehmer den US-Dollar in Euro eintauschen wollen, desto stärker die Nachfrage nach Euro und dementsprechend der Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar. Umgekehrt, gilt, dass je mehr Marktteilnehmer den Euro in US-Dollar eintauschen wollen, desto stärker die Nachfrage nach US-Dollar und dementsprechend der Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro. Im zweiten Fall würde dann das Währungspaar EUR/USD im Kurs sinken. Flexible Wechselkurse bilden sich also (jedoch nicht ausschließlich) durch den internationalen Warenaustausch, sprich, durch das Devisenangebot aus Güterexporten und Kapitalimporten und die Devisennachfrage aus Güterimporten und Kapitalexporten. Die Einflussfaktoren auf die Wechselkurse sind jedoch vielfältiger, so bestimmt auch das Zinsniveau sowie die Kaufkraftparität die Entwicklung eines Wechselkurses.
Beim Floating wird nicht von einer Währungsbehörde (Zentralbank) eingegriffen, um den Wechselkurs in eine bestimmte Richtung zu lenken oder um die Abwertung / Aufwertung einer Währung zu stoppen oder einzuleiten. Kontrolliertes Floating, Managed Floating und Blockfloating sind hingegen durch Interventionen der Währungsbehörden geprägt.