Das EV/EBITDA dient als Bewertungskennzahl der Aktienanalyse und beschreibt das Verhältnis von Gesamtwert eines Unternehmens zu jährlich zugeflossenen Mitteln eines Unternehmens, auf welche sowohl Eigenkapitalgeber als auch Fremdkapitalgeber Anspruch haben. Bei dem Gesamtwert handelt es sich um den Enterprise Value, bei den zugeflossenen Mitteln um das EBITDA. Zur Berechnung wird der Enterprise Value durch das EBITDA dividiert.

Berechnung:

ev-ebitda

Der Enterprise Value entspricht dem Wert der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens zuzüglich dem Buchwert des Fremdkapitals abzüglich den liquiden Mitteln (Bank- und Kassenbestand sowie liquide Wertpapiere).
Bei dem EBITDA handelt es sich um den Gewinn eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte.

Der Enterprise Value berücksichtigt demnach sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital, gleichzeitig zeigt das EBITDA die zur Verfügung stehenden Mittel, mit denen Eigenkapitalkosten (Dividenden) als auch Fremdkapitalkosten (Zinsen) gezahlt werden können. Somit kann die Kennzahl hilfreiche Erkenntnisse über das Verhältnis dieser beiden Posten geben und auf eine mögliche Über- bzw. Unterbewertung des Unternehmens hinweisen. Liegt die Kennzahl beispielsweise bei 9,5, so würde sich der Kauf des kompletten Unternehmens nach 9,5 Jahren bezahlt machen, falls das EBITDA über diesen Zeitraum konstant bleibt.

Werte unter (ca.) 8 deuten auf eine Unterbewertung hin, wohingegen Werte über (ca.) 12 auf eine Überbewertung hindeuten. Vergleiche zwischen Unternehmen sollten jedoch nur innerhalb derselben Branche gezogen werden. Für branchenübergreifende Vergleiche sollte dann das EV/EBIT verwendet werden, da diese Kennzahl die oftmals stark branchenabhängigen Abschreibungen nicht mit in die Berechnung aufnimmt.
Die Differenz zwischen dem EV/EBITDA und dem EV/EBIT ist ausschließlich auf die Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen. Je höher die Differenz, desto höher die Abschreibungen.