Eigenkapitalkosten

engl. Cost of Equity

Die Eigenkapitalkosten einer Unternehmung spiegeln die erwarteten Renditen der Eigenkapitalgeber wider. Eigenkapitalgeber sind höheren Risiken ausgesetzt als Fremdkapitalgeber, da sie im Insolvenzfall hinter den Rückzahlungsansprüchen der Fremdkapitalgeber stehen. Dementsprechend liegen die erwarteten Renditen der Eigenkapitalgeber und somit die Eigenkapitalkosten über den Fremdkapitalkosten. Es gibt zahlreiche Methoden, die Eigenkapitalkosten eines Unternehmens zu berechnen. Das in der Praxis weit verbreitete Modell ist das CAPM (Capital Asset Pricing Model). Um die Effizienz einer Unternehmung zu beurteilen, können die Eigenkapitalkosten mit der Eigenkapitalrendite verglichen werden. Damit wird der Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Verzinsung des Eigenkapitals deutlich.

Bei den Eigenkapitalkosten handelt es sich jedoch nicht um die tatsächlich anfallenden Kosten für Eigenkapital, wie es der Fall bei den Zinsen für das Fremdkapital ist.
Die Eigenkapitalkosten spiegeln vielmehr die zu erwartende Verteilung von Gewinnen an die Eigenkapitalgeber wider. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Dividende aber auch um mögliche Aktienrückkäufe.