Der dynamische Verschuldungsgrad dient als Kennzahl der finanziellen Stabilität und gibt an, wie viel Jahre ein Unternehmen bei gleichbleibendem freien Cashflow benötigt, um seine Schulden komplett zurückzuzahlen.

Berechnung:

Dynamischer Verschuldungsgrad2

Beträgt der dynamische Verschuldungsgrad beispielsweise 250 %, so benötigt das Unternehmen 2,5 Jahre, um alle Schulden durch den freien Cashflow zurückzuzahlen. Je kleiner der Wert, desto schneller (in Jahre) können die Schulden zurückgezahlt werden. Werte unter 2 sind als ‚gesund‘ anzusehen, Werte über 4,5 sind hingegen also risikoreich einzustufen.

Der dynamische Verschuldungsgrad ist allerdings nicht sehr realistisch, da er annimmt, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse über die nächsten Jahre hinweg identisch bleiben, der freie Cashflow also jedes Jahr gleich bleibt und ausschließlich zur Tilgung der Schulden verwendet wird. Der freie Cashflow ist jedoch oftmals sehr schwankungsfähig, außerdem wird er in der Regel nicht ausschließlich zur Schuldentilgung genutzt, da auch Dividendenzahlungen an die Aktionäre vom freien Cashflow noch bezahlt werden müssen.