Auch Risikostreuung
engl. Diversification

Diversifikation beschreibt an der Börse vielmehr eine Anlagestrategie, nach der ein Investor versucht, sein Portfolio durch möglichst verschiedene Anlagen zu ’streuen‘. Die einzelnen Bestandteile des Portfolios sollen bei dieser Strategie untereinander eine möglichst negative Korrelation aufweisen. Ein diversifiziertes Portfolio würde demnach beispielsweise aus 40 % Aktien, 40 % Anleihen und 20 % Cash bestehen. Sinn der Diversifikation ist das Risiko von Verlusten zu minimieren. Ein diversifiziertes Portfolio ist somit risikoärmer, in einer Hausse erzielt der Anleger mit dieser Strategie jedoch eine geringere Gesamtrendite. In einer Baisse hingegen kann er so seine Verluste begrenzen oder komplett ausgleichen.
Um ein diversifiziertes Portfolio zu erstellen, sollte der Beta Faktor herangezogen werden. Die Kennzahl gibt an, wie sehr der Kurs einer Aktie mit dem jeweiligen Gesamtmarkt korreliert. Außerdem spielt die genaue Anleihenart bei der Diversifikationsstrategie eine entscheidende Rolle. Hält ein Anleger in einer Baisse größtenteils Unternehmensanleihen oder Hochzinsanleihen, kann es passieren, dass diese aufgrund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage ebenfalls an Wert verlieren und somit nicht den gewünschten Diversifikationsmechanismus bieten. Eine genaue Auslese der Anleihen ist deshalb entscheidend. Festverzinsliche Wertpapiere mit erstklassiger Bonität, vorzugsweise von Staaten emittiert, bieten innerhalb einer Baisse sowie in unsicheren Zeiten erfahrungsgemäß den größten Schutz.