Devisenrestriktionen

Devisenrestriktionen beschreiben das direkte Eingreifen von Staaten in den Devisenhandel mit der Folge einer eingeschränkten Konvertibilität der heimischen Währung. Der Staat beabsichtigt dabei, das Kaufen oder Verkaufen der eigenen Währung zu erschweren bzw. zu regeln, um so beispielsweise einer Kapitalflucht vorzubeugen. Bei der Kapitalflucht wird von den Marktteilnehmern aufgrund von schlechten wirtschaftlichen und finanziellen Gegebenheiten in dem Land versucht, heimische Währung in Fremdwährung zu tauschen. Devisenrestriktionen sollen diesen Prozess, welcher zu einer Abwertung der heimischen Währung führen würde, eindämmen bzw. ganzheitlich verhindern. Bestehen Devisenrestriktionen, können Anleger nur sehr schwer in die jeweilige Währung investieren, die Liquidität ist meistens sehr gering und der Wechselkurs wird nur zu einem kleinen Anteil von Angebot und Nachfrage bestimmt.