Der Unterschied zwischen einem Future und einem Forward

Der Unterschied zwischen einem Future und einem Forward wirkt auf dem ersten Blick nicht sehr groß, denn sowohl bei dem Future als auch bei dem Forward handelt es sich um ein Derivat, sprich, beiden liegt ein Basiswert zugrunde. Die Entwicklung des Future und des Forward hängt also zum größten Teil von der Preisentwicklung des Basiswertes ab. Bei beiden Instrumenten handelt es sich ebenfalls um einen Kontrakt, sprich, der zugrunde liegende Basiswert wird per Termin gehandelt, die Erfüllung des Geschäftes wird somit in die Zukunft verschoben. In beiden Fällen wird also auf die zukünftige Preisentwicklung des Basiswertes spekuliert bzw. mittels Kauf wird sich gegen die aus der Sicht des Händlers möglichen negativen Preisentwicklung des Basiswertes abgesichert. Die Unterschiede dieser beiden Derivate überwiegen jedoch die Gemeinsamkeiten und lassen sich wie folgt darstellen:

Ein Future zeichnet sich somit vor allem durch die einheitliche Standardisierung aus, sowie durch das Clearinghaus, welches als Vertragspartner zwischen Käufer und Verkäufer agiert und für die Erfüllung des Geschäftes garantiert und verantwortlich ist. Forwards sind dahingehend risikoreicher und auch spekulativer, da direkt zwischen Käufer und Verkäufer alle Details zu Laufzeit, Qualität, Umfang und auch Abrechnung selbst vereinbart werden. Da Forwads oft auch nur unter Banken oder Finanzinstituten gehandelt werden, eignen sie sich von vornherein nicht für den Privatanleger, wohingegen Futures jederzeit über eine Terminbörse von Privatanlegern gehandelt werden können. Dazu muss zunächst eine Margin in Form einer Sicherheitsleistung beim Clearinghaus hinterlegt werden. Falls aufgrund negativer Entwicklung diese Sicherheitsleistungen auf dem Marginkonto als nicht mehr ausreichend bewertet werden, muss eine Variation Margin in Form einer Nachzahlung stattfinden.