Sowohl bei dem Future als auch bei dem Forward handelt es sich um ein Derivat, sprich, beiden liegt ein Basiswert zugrunde. Die Entwicklung des Future / Forward hängt also zum größten Teil von der Preisentwicklung des Basiswertes ab. Bei beiden Instrumenten handelt es sich ebenfalls um einen Kontrakt, sprich, der zugrunde liegende Basiswert wird per Termin gehandelt, die Erfüllung des Geschäftes wird in die Zukunft verschoben. In beiden Fällen wird also auf die zukünftige Preisentwicklung spekuliert bzw. mittels Kauf wird sich gegen die aus der Sicht des Händlers möglichen negativen Preisentwicklung des Basiswertes abgesichert.
Die Unterschiede dieser beiden Derivate überwiegen jedoch die Gemeinsamkeiten und lassen sich wie folgt darstellen:

 FutureForward
BasiswertEigenschaften wie Qualität und Laufzeit sind exakt definiert, Abweichungen davon sind nicht möglichIndividuelle Gestaltung
HandelsplatzTerminbörseAußerbörslicher Handel
VolumenStandardisiert (einheitliche Größen)Individuelle Gestaltung
LaufzeitIn der Regel bis 12 MonateBis zu 10 Jahre
FälligkeitFeste Termine, gekennzeichnet durch VerfallstagIndividuelle Gestaltung
AusfallrisikoBeinahe Null, da das Clearinghaus die Erfüllung des Geschäftes garantiertTeilweise hoch
AbrechnungTägliche Neubewertung der Position und der hinterlegten Margin, wodurch jederzeit Nachforderungen als Sicherheitsleistungen aufkommen könnenEin Zahlungsstrom bei Fälligkeit

Ein Future zeichnet sich somit vor allem durch die einheitliche Standardisierung aus, sowie durch das Clearinghaus, welches als Vertragspartner zwischen Käufer und Verkäufer agiert und für die Erfüllung des Geschäftes garantiert. Forwards sind dahingehend risikoreicher und auch spekulativer, da direkt zwischen Käufer und Verkäufer alle Details zu Laufzeit, Qualität, Umfang und auch Abrechnung selbst vereinbart werden. Da Forwads oft auch nur unter Banken oder Finanzinstituten gehandelt werden, eignen sie sich von vornherein nicht für den Privatanleger, wohingegen Futures jederzeit über eine Terminbörse von Privatanlegern gehandelt werden können. Dazu muss zunächst eine Margin in Form einer Sicherheitsleistung beim Clearinghaus hinterlegt werden. Falls aufgrund negativer Entwicklung diese Sicherheitsleistungen auf dem Marginkonto als nicht mehr ausreichend bewertet werden, muss eine Variation Margin in Form einer Nachzahlung stattfinden.