Der Unterschied zwischen dem Bruttoinlandsprodukt und dem Bruttosozialprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) repräsentiert den totalen Wert aller Güter und Dienstleistungen, die ein Land innerhalb eines Jahres erwirtschaftet hat. Bei der Berechnung werden auch die Aktivitäten von Niederlassungen ausländischer Unternehmen, welche sich in dem Land befinden, berücksichtigt. Das Bruttosozialprodukt (BSP) hingegen berücksichtigt die Aktivitäten von Niederlassungen ausländischer Unternehmen in dem Inland nicht, dafür jedoch alle ausländischen Aktivitäten von Inländern. Das deutsche Bruttosozialprodukt beispielsweise berücksichtigt also alle Einkommen, welche von deutschen Bürgern erwirtschaftet wurden, egal ob das Einkommen in Deutschland oder im Ausland erwirtschaftet wurde. Das Bruttoinlandsprodukt hingegen berücksichtigt das komplett erwirtschaftete Einkommen in Deutschland, also von allen deutschen Bürgern sowie von Ausländern, allerdings dafür nicht die erwirtschafteten Einkommen von deutschen Bürgern im Ausland. Unter den großen Volkswirtschaften unterscheidet sich das Bruttoinlandsprodukt zum Bruttosozialprodukt nur geringfügig.

Als Beispiel können Franzosen betrachtet werden, die täglich zur Arbeit nach Deutschland fahren, jedoch in Frankreich wohnen und Staatsbürger von Frankreich sind. Nach der Berechnung des Bruttoinlandsproduktes werden die von ihnen erwirtschafteten Werte mit zum BIP von Deutschland gewertet. Dies deshalb, weil die Werte in Deutschland geschaffen wurden. Berechnet man jedoch das Bruttosozialeinkommen, so werden die erwirtschafteten Werte von den in Deutschland täglich arbeitenden Franzosen nicht miteinbezogen. Dies deshalb, weil es sich bei den Franzosen nicht um Inländer handelt, sondern um Ausländer.