Auch Bonitätsspread, Zinsaufschlag oder Risikoaufschlag

Der Credit Spread bezeichnet die Zinsdifferenz zwischen festverzinslichen Wertpapieren.
Genauer handelt es sich um den Renditeaufschlag zwischen zwei verschiedenen Anleihen gleicher Laufzeit, z. B der Spread zwischen einer Unternehmensanleihe und einer Staatsanleihe erstklassiger Bonität oder der Spread zwischen Staatsanleihen verschiedener Länder mit gleicher Laufzeit. Oft wird beispielsweise der Credit Spread zwischen einer deutschen 10-jährigen Staatsanleihe und einer französischen 10-jährigen Staatsanleihe herangezogen.

Zum Beispiel:
Eine deutsche Staatsanleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren weist eine Rendite von 2,5 Prozent auf. Eine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren weist jedoch eine Rendite von 6 Prozent auf. Der Credit Spread zwischen diesen beiden Anleihen beträgt also 3,5 Prozent oder 350 Basispunkte.

Der Zinsaufschlag soll den Anleger dafür entschädigen, dass er bei der Unternehmensanleihe ein erhöhtes Risiko eingeht. Die Bonität des Schuldners ist schlechter und somit ist die Gefahr eines Zahlungsausfall höher. Damit das Unternehmen trotzdem genug Abnehmer für die Anleihe findet, bezahlt es einen höheren Zinssatz.