CBOE Volatility Index

Chicago Board Options Exchange Volatility Index
Auch VIX oder Angstbarometer

Der CBOE Volatility Index ist ein Volatilitätsindex, der die erwartete Schwankungsintensität des S&P 500-Aktienindex für die nächsten 30 Tage anzeigt. Er zeigt die implizite Volatilität an, also die erwartete Preisschwankungsbreite des S&P 500 für die nächsten 30 Tage. Damit gibt er also die kurzfristige vom Markt erwartete Schwankungsintensität an und nicht die historische Volatilität. Berechnet wird der VIX indem die Preise für kurzfristige Optionen (sowohl Call als auch Put Optionen) auf Aktien, welche im S&P 500 vertreten sind, herangezogen werden. Der Index spiegelt somit die durchschnittlich gewichteten Preise für Optionen auf den S&P 500 wider. Entscheidend dabei zu wissen ist, dass der Preis einer Option mit zunehmender Volatilität steigt, unabhängig davon, ob es sich um eine Call oder Put Option handelt.

Der Index ist nun so strukturiert, dass wenn Investoren eine Schwankungsbreite beim S&P 500 von durchschnittlich 1 Prozent pro Tag für die nächsten 30 Tage erwarten, der VIX bei einem Indexstand von ungefähr 20 liegt. Erwarten Investoren eine Schwankungsbreite von durchschnittlich 2 Prozent pro Tag für die nächsten 30 Tage, so liegt der Index selber bei ca. 40.
Werden vom Spekulanten Futures oder Optionen auf den VIX ge- oder verkauft, was jederzeit möglich ist, um so auf die Richtung der Volatilität beim S&P 500 zu spekulieren, kauft bzw. verkauft man im Endeffekt ein Derivat auf ein Derivat, da der Basiswert der VIX-Optionen der CBOE Volatility Index ist, welcher sich wiederum selber aus Optionen auf die im S&P 500 gelisteten Aktien zusammensetzt. Ursprünglich wurde der VIX konzipiert, um ein quasi Angstbarometer für die Börse zur Hand zu haben, womit die Nervosität der Anleger gemessen werden kann. Mittlerweile ist der Index jedoch selber ein Spekulationsobjekt geworden.