Auch BIP
engl. Gross Domestic Product (GDP)

Das Bruttoinlandsprodukt repräsentiert den totalen Wert aller Güter und Dienstleistungen, die ein Land innerhalb eines Jahres erwirtschaftet hat. Das Bruttoinlandsprodukt lässt sich als Größe einer Wirtschaft eines Landes erklären.
Es wird in Prozent im Vergleich zum Vorjahr angegeben. Liegt also das Bruttoinlandsprodukt bei 2,5 %, bedeutet dies, dass die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % gewachsen ist.
Das BIP richtet sich dabei nach dem Inlandsprinzip. Es werden somit auch die Aktivitäten von Niederlassungen ausländischer Unternehmen bei der Berechnung berücksichtigt.
Die wichtigsten Bestandteile des Bruttoinlandsproduktes sind der Konsum, die Staatsausgaben, der Außenbeitrag, die Lagerbestände sowie die getätigten Investitionen.

Die Aussagekraft des Bruttoinlandsproduktes wird jedoch dadurch gemindert, dass es lediglich an den Staat gemeldete Transaktion sowie über dem Markt abgewickelte Transaktionen erfassen kann. Obwohl bei der Berechnung Schwarzarbeit mittlerweile berücksichtigt wird, kann dieser Faktor nicht genau in seiner Höhe bestimmt werden. Ebenso werden Eigenleistungen, wie beispielsweise die Selbstreparatur des Autos oder Hausarbeiten, nicht im BIP erfasst. Dabei gilt, dass je rückständiger das Land, desto weniger Transaktionen werden über dem Markt abgewickelt. Arme Länder besitzen deshalb tatsächlich in der Regel einen höheren Wohlstand, als das BIP es suggeriert.