Das Bretton-Woods-System war ein ehemaliges Festkurssystem, welches 1944 konzipiert wurde, um für die Nachkriegszeit die Grundlage für einen barrierefreien und auf Vertrauen gebauten Welthandel zu legen. Da die vorherige Weltwirtschaftskrise sowie der Zweite Weltkrieg die internationalen Handelsbeziehungen zu diesem Zeitpunkt so gut wie ausradiert hatten, musste durch ein anerkanntes und stabiles Zahlungsmittel (der US-Dollar) wieder Vertrauen zwischen den internationalen Handelspartnern geschaffen werden. Grundpfeiler dabei war der feste Wechselkurs des US-Dollar gegenüber allen anderen Währungen. Der US-Dollar diente somit als Ankerwährung und stand im Mittelpunkt dieses Währungssystemes.
Jedes Land war selbst dafür verantwortlich, den Wechselkurs der heimischen Währung gegenüber dem USD einzuhalten und wenn nötig durch Deviseninterventionen zu agieren. Abweichen durften die Wechselkurse dabei jedoch um +/- 0,75 % von ihrer Währungsparität zum US-Dollar. Außerdem bestand ein fester Goldpreis von genau 35 US-Dollar je Unze. Die Federal Reserve System, die amerikanische Notenbank, war verpflichtet, zu jedem Zeitpunkt Gold und USD im Verhältnis 1:35 zu tauschen. Bretton Woods war darauf ausgelegt, Vertrauen zwischen den Handelspartnern zu schaffen und, nach dem Krieg, schnellstmöglich wieder einen florierenden Welthandel zu erreichen.
Das Ende des Bretton-Woods-Systems wurde 1969 eingeleitet, als Frankreich seine US-Dollar Reserven in Gold bei der amerikanischen Notenbank eintauschen wollte, die USA allerdings dafür nicht in der Lage war. 1973 löste sich das Bretton-Woods-System schließlich komplett auf.